B119(LE) =       .19 – M86(LE-Tndr) ins S28(LE-laub):
                               .17 – M137(LE) bk nat. B28(LE):
                               .16 – M47(LE) mrk B59(MKN):
                               .15 – ieg M98(IC) mrk B53(MKN):
                               .14 – M125(TR) ilv × bal B54(TR):
                               .13 – M62(TR) bal B47(MKK):
                               .11 – M27(TR) bal GR109(TR):
                      imq .10 – KilimandQ × KilimanDr (pure monticola, Kilimandjaro (Alt: 2600m))

Für die Besamung wurden Drohnen aus dem Volk mit der Königin S15(LE-Tndr) entnommen, welche die S28(LE-laub) Genetik lieferte:

S15(LE-Tndr) = . 17 – S28(LE-laub) bk nat B28(LE):
                                  .16 – S3(LE) mrk B59(MKN):
                                 .15 – B417(IC) mrk B53(MKN):
                                .14 – B17(TR) bal B54(TR):
                      imq .13 – S05(MKK) mrk B129(TR) [24 dr.c.]:
                      imq .11 –  S60(MM) bal GR109(TR) [24 dr.c.]:
                               .10 –  S590(TK) ivq × mrk B179(TR) [17 dr.c.]:
                                .09 –  S532(TK) hbg B351(CS)    [16 dr.c.]:
                                .08 – S32(TK) ins D18(TK) [7 dr.c.]:
                                .07 – Erfoud07-1Q × ErfoudDr (pure sahariensis, Erfoud)

Die Belegstelle [glm] erhält 2021 eine weitere unbehandelte Drohnenlinie aus dem Selektionsprogramm von Lutz Eggert. Mit der B119(LE) kommt eine sehr schöne Buckfast Monticola-Sahariensis – Kombination zur Aufstellung. Entstanden ist die B119(LE) in engster Zusammenarbeit mit der Schlossimkerei Tonndorf. Dort schaffte die Mutter der B119(LE) – M86(LE-Tndr) in 2018 und 2019 Spitzenerträge bei sehr geringer Varroalast und sehr guten Hygienewerten.

Wie auch die S15(LE), welche bei der B119(LE) die Vaterseite darstellt, entstammt die M86(LE-Tndr) einer excellenten Standbegattung in Bad Kösen im Jahre 2017. Der lokale Imkerverein vor Ort verzeichnete in dem Jahr 2017 einen Totalverlust der Bienenpopulation und unsere damalige Kooperative erschuf daraufhin in dem Tal eine Anpaarungszone, auf der die B28(LE) noch straffer selektiert als auf dem Ruden 2016 zur Aufstellung kam. Eine solch hohe Qualität an Drohnenvölkern konnte und kann nur in gemeinschaftlicher Arbeit entstehen, da aus einer quantitativ großen Schwesterngruppe (+100 Völker) die Gesündesten und Vitalsten herausgearbeitet werden.

So war die Paarung im Tal von Bad Kösen eine der Gelungensten, die ich je gesehen habe, was Homogenität und Qualität sowie auch Vitalität der entstandenen Königinnen betrifft.
All die Arbeit seit 2016 trifft in der B119(LE) auf einen Punkt.

Die Besamung der B119(LE) nahm in 2019 Dalibor Titera vor, M86(LE-Tndr) und S15(LE) wurden im Jahr 2018 auf 2019 nicht behandelt und waren im Frühjahr mit die besten Ertragsvölker, bevor sie zur Drohnenproduktion genutzt wurden.
An dieser Stelle meinen größten Respekt der Schlossimkerei Tonndorf für die Erstellung der Datensätze und den Mut zum Risiko, nach entsprechender Vorselektion auch einmal Ertragsvölker unbehandelt in den Winter zu senden!

Den Lohn dieser Arbeit liefert der Gelm in 2021, natürlich in gewohnt hoher Qualität unter den betreuenden Händen des Belegstellenleiters Sebastian Pahl.

Anhand des Pedigrees ist sehr schön zu erkennen, warum diese Biene sehr ruhig und homogen ist. Unterscheidet sich die Mutterseite (Muttermutter= Monticola Abstammung / Vatermutter = Saharensis Abstammung), so ist doch bei beiden Eltern die Vaterseite seit 2015 homogen gepaart. Diese nunmehr stabilisierten Eigenschaften der Mutter finden sich in der F1 alle wieder und die Drohnenvölker liefern ein sehr einheitliches Bild ab.

Selbstverständlich liefert die B119(LE) Top HYG+ Werte und vor der Aufstellung auf dem [glm] werden die Drohnenvölker auf ihre Virenlast, ihren HYG+ und die Varroabefallsraten hin untersucht. Im Frühjahr schauen wir genau auf die Entwicklungsgeschwindigkeit der Jungvölker, die alle unbehandelt in den Winter gegangen sind. Ein Krankheitsbefall verzögert eine schnelle Frühjahrsentwicklung und somit fällt dieses Volk aus der Selektion heraus. Hygienedaten und das pathologische Screening werden auf der Webseite des LBMV veröffentlicht und können von jedem Beschicker eingesehen werden.

Zur Selektion der Drohnenvölker schreibt Lutz Eggert wie folgt:
Mutter und Vaterseite der B119 wurden in erster Linie unter dem Aspekt der Honigproduktion und der Volksgesundheit in der Schlossimkerei Tonndorf selektiert.

Die Mutter B119 ist im 2. Jahr nicht chemisch behandelt worden. Sie hatte bei der Überwinterung verschwindend geringen Totenfall, sehr gute Futterreserven, viel Bienenmasse und zeigte einen moderaten, nicht zu frühen Brutstart. Dahingehend erfolgte die Bruteinstellung in 2020 schon im Oktober.
Selektionsgruppe der Drohnenvölker erfolgte aus einem Pool von 110 Königinnen, die unbehandelt im Miniplus und Dadant geführt wurden.
Die Überwinterung erfolgte zum wesentlichen Teil auf den eigenen Bienen.
Für den nächsten Selektionsschritt inklusive Beurteilung der Vitalität der Bienen in der Durchlenzung stehen aktuell 27 Königinnen zur Auswahl.

Nach dem 3. Brutsatz wird der Nadeltest zur Ermittlung des HYG+ Wertes durchgeführt. Gleichzeitig erfolgt die Einsendung von Bienenproben zur Untersuchung der Virenlast (DWV, ABPV,CBPV) und Nosema.
Die Varroalast wird über die Saison mit verschiedenen Testverfahren überwacht.
Die Anzahl der Drohnenvölker wird je nach Ergebnislage der Selektion mindestens 10 bis 20 betragen. Daher können wir minimal 300 Begattungsplätze auf Basis der 10 Drohnenvölker pro Durchgang anbieten.

Zur Zuchtmutter ist noch kurz anzumerken, dass sie generell auch zu ihrer Schwesterngruppe wirklich herausgestochen ist, was Vitalität, Varroadaten, Hygienewert, Frühjahrsentwicklung und Honigertrag anbelangt. Sie ist eins von diesen Völkern, welches es in Wirklichkeit (eigentlich) gar nicht geben kann. Selbst am späten Abend oder in der Nacht, wenn von ihr umgelarvt wurde, ist nie eine Biene aufgesprungen und hat Versuche unternommen, uns von diesem Vorhaben abzuhalten. Trotz dieser beeindruckenden Ruhe gab es nie Eindringlinge am Flugloch, die zugelassen worden sind. Eher fanden sich Wespen tot vor dem Flugloch, neben herausgeräumter und geschädigter Brut.

Ich würde den Charakter dieser Biene als sehr zurückhaltend bis unauffällig in der notwendigen Bearbeitung (inklusive Schwarmtrieb) bei ausgezeichneter Vitalität und Ertrag bezeichnen. Das sind Eigenschaften, dich sich in jeder Berufs- und Hobbyimkerei gut machen.

Weiterhin bleibt natürlich der Service durch den Belegstellenleiter Sebastian Pahl erhalten.  Die Drohnenvölker werden weiterhin durch ihn im Schnitt alle zwei Tage gefüttert. Das Ergebnis dieses konsequenten Futterstromes lässt sich in den sehr guten Begattungsergebnissen in 2020 erkennen.